

Die Lebensgeschichten von Menschen, die aus rassistischen, antisemitischen und anderen rechten Motiven angegriffen wurden, stehen im Mittelpunkt von „Gegen uns“. Ihre Perspektiven und Erinnerungen und die der ihnen nahestehenden Menschen sind dabei zentral.
In unterschiedlichen Episoden berichten Betroffene über ihre Erfahrungen von Gewalt, Ausgrenzung und Kriminalisierung, aber auch von gelebter Solidarität und erfolgreichem Widerstand. Fotos, zeitgeschichtliche Dokumente und Hintergrundtexte ergänzen die Erzählungen und zeigen den gesellschaftlichen Kontext, in dem rechte Gewalt stattfindet.
Der tödliche Brandanschlag auf Geflüchtete in Lübeck 1996
In den frühen Morgenstunden des 18. Januar 1996 steht die dreistöckige Unterkunft für Geflüchtete in der Lübecker Hafenstraße 52 in Flammen. Sieben Kinder und drei Erwachsene sterben in dem brennenden Haus oder bei dem Versuch, sich durch Sprünge aus den Fenstern zu retten. Es ist einer der folgenschwersten Brandanschläge in der Geschichte der Bundesrepublik. Vieles deutet auf vier Neonazis als Täter hin. Dennoch beschuldigt die Staatsanwaltschaft Lübeck einen Hausbewohner und verfolgt die Spuren nicht konsequent, die zu den vier polizeibekannten Neonazis führen. Die Täter sind bis heute straffrei.
Weitere Episoden:
Der rassistisch motivierte Mord an Jorge Gomondai
Antimuslimische Gewalt gegen Frauen: Der Mord an Marwa El-Sherbini
Rassismus, rechte Gewalt und Migrantifa in Erfurt
Baseballschlägerjahre in der Uckermark
Semiya Şimşek und Gamze Kubaşık über Rassismus und ihre ermordeten Väter
Die Webdokumentation wurde mit dem deutschen Einheitspreis 2020 in Silber, Kategorie Digitales und mit dem Grimme Online Award 2021 ausgezeichnet.
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